Die Wunderkur des Paracelsus

Das 1899 im wiener Burtheater uraufgeführte frühe Werk des großen österreichischen Dichters zeigt eindrucksvoll die sprachliche Eleganz und Virtuosität Schnitzlers. Eine Begenbenheit aus dem Leben des Paracelsus erzählt über die tiefen Dinge der Seele, der Wahrhaftigkeit von Gefühlen, die Gefahren der psychischen Manipulation, bis hin zur Scharlatanerie. Elegant und mit feinem Witz wird die Geschichte des Waffenschmieds Cyprian und seiner Gattin Justina erzählt, deren sicheres Dasein jäh durch den Besuch des berühmten Arztes und Alchemisten unterbrochen wird . In einem Spiel um Liebe und Treue werde die Grenzen zwischen erotischer Phantasie und Wirklichkeit verwischt. Wie ein Sturmwind öffnet Paracelsus durch psychische Manipulation die Tore zur Seele und lässt alle Protagonisten am Schluss mehr fragend als wissend zurück.

Ein Stück angesiedelt zwischen Tag und Traum, Wirklichkeit und Einbildung, Eros und (T)reue.